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KAISERDOM KÖNIGSLUTTER

03 Februar 2013

Dem Lothar sein Palast. So oder so ähnlich könnte die Überschrift auch lauten. Schließlich ist er für diesen Prachtbau ja verantwortlich. Der aus sächsischem Hochadel stammende Kaiser Lothar.

Auch wenn er ihn nie fertig gesehen hat seinen Dom. So schaffte man nach seinem Tod in Tirol wenigstens seine Gebeine dahin. Das war im Jahr 1137.

Gerade einmal zwei Jahre nach Grundsteinlegung der Kirche die als Grabeskirche für ihn und seine Familie dienen sollte und zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht ganz fertig war. Bis heute liegen die da im kaiserlichen Grabmal zwischen seinem Schwiegersohn Herzog Heinrich den Stolzen und der Kaisergemahlin Richenza.

Einer Sage nach soll die Kirche während des dreißigjährigen Krieges sogar schon als Viehversteck gedient haben. "Die Ochsentreppe in der Stiftskirche" so heißt diese Sage. Eine in den Turm hinaufführende Treppe mit langen und weiten Stufen soll in Kriegszeiten von den Leuten dazu benutzt worden sein, ihr Vieh da rauf zu treiben, um es vor den Soldaten in Sicherheit zu bringen.

In Folge dessen soll dann der Kirchenboden so belastet gewesen sein, daß er durchgebrochen ist, die Decke dann herunterkam und das Grabmal von Kaiser Lothar "entzweigegangen ist". Seither wird diese Treppe im Volksmund "dä Ochsentreppe" genannt. Später führte man den Einsturz dann aber auf andere bauliche Ursachen zurück.

Gotische und barocke Gewölbe, außergewöhnliche Malereien nach Plänen von August Essenwein, eine große romanische Orgel und viele andere interessante Sachen sind in dem in den Jahren 2001-2010 aufwändig restaurierten Kaiserdom zu finden.

Steht man in der Apsidenkuppel und schaut nach oben, gibt es viel zu entdecken.

Alle sind da. Christus in regenbogenfarbener Mandorla, die vier Evangelisten Matthäus (Engel), Markus (Löwe), Johannes (Adler) und Lucas (Stier, die beiden Hauptpatrone der Kirche Petrus und Paulus, die Apostel (in Form der zwölf Widder) und das Christuslamm mit Siegesfahne.

Und auf einmal sind wir in Jerusalem. Ebenfalls in Chor und Apsis gibt es diese wunderbare Deckenbemalung die sich "Das Himmlische Jerusalem" nennt. Und zwar nach der Offenbarung des Johannes, Kapitel 21.

So schreiben die das zumindest im kleinen Heft, das es im Dom für 5 Euro zu kaufen gibt. Vor dem Rundgang sollte man sich das unbedingt zulegen, denn hier stehen viele interessante Informationen drin.

Hier im Mittelschiff da liegt der Lothar

Und so sieht der aus der Nähe aus

Der Kaiserdom zählt zu den herausragenden Zeugnissen der Romanik in Deutschland und befindet sich heute im Eigentum der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

Textteile und Informationen aus Prospekt Kaiserdom Königslutter.

Weitere Bilder sind unter der Kategorie  Sakralbauten  zu finden.

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