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SCHLOSS SCHWERIN

07 Juni 2012

Die Bundesländer Meck-Pom, Nordrhein-Westfalen und Bayern haben etwas gemeinsam. Und zwar haben die alle ein Märchenschloß. Im Stil des romantischen Historismus sind die erbaut. Das Schloß Neuschwanstein in Bayern, die Drachenburg bei Königswinter und das Schloß Schwerin. Das sind wohl die bekanntesten in Deutschland.

Das Schloß Schwerin wird seit Jahrzehnten schon saniert. Jetzt sind die fast fertig damit deswegen sind wir da mal hingefahren und haben uns das angesehen.

Aufzeichnungen über den Bau einer Burg auf der Schloßinsel im Burgsee gibt es von 973 und seitdem wurde da immer mal was gebaut. Dazugebaut, angebaut oder umgebaut.

Zum Schloß umgebaut wurde die Burg zunächst im Stil der Renaissance. Das war irgendwann zwischen dem Mittelalter und dem dreißigjährigen Krieg. Nachdem dann das Schloß die Kriegsjahre einigermaßen unversehrt überstanden hatte, machten es sich Anfang des 18. JH erstmal die Hannoveraner einige Jahre im Schloß gemütlich.

Im 19. JH dann wurde es für die großherzogliche Familie hergerichet, die auf die Idee kam, die Residenzstadt von Ludwigslust nach Schwerin zu verlegen.

Hofbaumeister wurde dann im Jahr 1843 der Herr Demmler, den aber 8 Jahre später der Herr Stüler ablöste. Der wiederum veränderte dann den Entwurf von dem Herrn Demmler und der hat sich auch die goldene Prunkkuppel ausgedacht. Auch sonst wurde da Prunkvoll und Luxuriös ausgestattet. Daß die Deckenintarsien nicht aus Marmor, Holz oder Gips waren, sondern aus Pappmaschee angefertigt wurden, war zu der damaligen Zeit schon eine kluge Maßnahme für Kosteneinsparungen.

Als das Schloß dann im Jahr 1857 fertig war, galt es als das Hauptwerk des romantischen Historismus. Ein Märchenschloß mit Kuppeln, Türmen und Türmchen und das vor der Kulisse des umgebenen Sees. Ein wunderbares Postkartenmotiv.

Das mit dem Pappmaschee hatte dann aber auch noch einen Haken. 1913 brannte ein Drittel des Schlosses ab, denn es wurden noch andere brennbare Materialien verwendet. Nachdem es dann wieder aufgebaut worden war, ging es nach Wiederherstellung 1919 in Staatsbesitz über und wurde bereits zwei Jahre später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Auch den zweiten Weltkrieg und die DDR überstand das Schloß wie auch bereits den ersten Weltkrieg einigermaßen unbeschadet. Nach dem Mauerfall dann wurde das Schloß zum Sitz des Landtags des Bundeslandes "Meck-Pom".

Seither wurden für die Sanierung mehr als 100 Mio. € aufgebracht. Das besondere Problem sind Teile des Schlosses, die zwar wie das gesamte Schloß auf Pfählen gründen, jedoch stehen die auf einer Mudde aus verschiedenen Sand und Sedimentsschichten ohne festen Grund. Daher senken sich die Fundamente jährlich um bis zu 2 mm in den Boden.

Auch der Glockenturm mit seiner vergoldeten Kuppel, die anderen 14 Türme und die Schloßfassade wurden aufwändig saniert.  Derzeit wird noch die Schlosskirche saniert. Die Arbeiten sollen dann im Jahr 2013 abgeschlossen sein. Unter dem Motto "Kauf Dir einen Stern vom Himmel" kann man da einen der Sterne des Deckengewölbes symbolisch erwerben und damit den Erhalt der Kirche mit einer Spende unterstützen.

Anschließend haben wir bei einem kleinen Nachtspaziergang im Umfeld noch einige Aufnahmen gemacht.

Alle Bilder © deutschlandistschoen.com. Bitte sei so fair und respektiere copyright.

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