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HENRICHSHÜTTE HATTINGEN

24 März 2012

Was früher einmal eines der traditionsreichsten Hüttenwerke des Ruhrgebietes war, ist heute ein Museum. Das hat sie mindestens auch verdient, die Henrichshütte, denn immerhin hat sie eine lange Geschichte.

Bereits im Jahr 1854 wurden in Hattingen die Hochöfen angeblasen und während ihrer mehr als 130 jährigen Betriebszeit wurde dort viel Roheisen erzeugt. Vor rund 25 Jahren wurden die beiden letzten noch verbliebenen Hochöfen der Henrichshütte wegen des Niedergangs der Kohle- und Schwerindustrie gegen erheblichen Widerstand ausgeblasen.

Heute steht nur noch HO3. Zwei Jahre nach der Stillegung wurde der modernere der beiden Hochöfen, HO2, demontiert. Und zwar von 120 chinesischen Ingenieuren und Facharbeitern, die den Giganten Stück für Stück auseinanderschraubten und dann nach China schafften. Heute arbeitet HO2 wieder in China. Andere Bestandteile wie Gasometer, das Stahlwerkgebäude sowie noch ein Schornstein wurden in den Jahren 2005 - 2007 gesprengt. Aus Kostengründen.

Der verbliebene Hochofen sowie auch andere übrig gebliebene Gebäudeteile wie z.B. Gebläsehalle, Möllerung und Gießhalle sind heute Bestandteile des Westfälischen Industriemuseums und Teil der Route Industriekultur. Wir sind da mal hingefahren und haben uns das angesehen.

So sieht er aus, der HO3 (abends mit Beleuchtung):

Damals wurden alle Maschinen, die in Hattingen erhalten bleiben sollten, mit Aufklebern gekennzeichnet. Diese Aufkleber "Nicht für China" und auch chinesische Schriftzeichen sind heute noch auf dem Museumsgelände zu finden.

Alle Bilder © deutschlandistschoen. Bitte sei so fair und respektiere copyright.

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