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GRABESKIRCHE LIEBFRAUEN

14 Dezember 2011

Das Kirchensterben in Deutschland nimmt zu. Weil einfach zu wenig Menschen da sind, die da reingehen oder die ihre Kirchensteuer nicht mehr bezahlen wollen. Vielen Kirchen in Deutschland droht daher die Schließung.

Manchmal findet nach der Schließung eine Umnutzung statt. In Bielefeld zum Beispiel wird seit 2005 in der Martini-Kirche nun auch das namensgleiche Getränk serviert. Unter anderem. GLÜCKUNDSELIGKEIT wurde sie genannt. Diese Lokalität die eine Gastronomieeinrichtung mit Lounge-Charakter ist. Theke statt Altar.

Anders haben die das zum Beispiel in Trier gemacht. Da haben die St. Maximim als Turnhalle umgestaltet. Schwebebalken statt Kirchenbänke.

Das ist natürlich immer noch besser als der Abriß unserer historischen Kirchen. Denn Kirchen müssen unterhalten werden auch wenn sie leerstehen. Und das kostet Geld. Verschwindet eine Kirche, geht mit ihr aber auch kulturelle Identität verloren. An einigen Orten, die sich überwiegend in Nordrhein-Westfalen befinden, haben die sich daher etwas ganz tolles ausgedacht. Ein Patentrezept haben die da gefunden. Die Kirche bleibt im Dorf, der vertraute Kirchturm in Sichtweite und von innen machen die das ganz schick.

Grabeskirche nennt sich dieses Patentrezept. Da werden Urnen beigesetzt. Und zwar funktioniert das so, daß die Asche in der Urne oder die Kapsel aus der Urne mit der Asche des Verstorbenen in Kästchen eingelassen und dann mit einer Stein- oder Bronzeplatte verschlossen werden. Auf die Platte kommt dann der Name und Blumenschmuck in dafür eigens vorgesehene Gefäße.

Eine besonders hübsche Grabeskirche steht in Dortmund. Wir sind da mal hingefahren und haben uns die angesehen.

Verantwortlich für die Architektur der Grabeskirche Liebfrauen ist der Professor Staab. Die Urnengräber sollen an Kirchenbänke erinnern. Und nicht nur das. Man kann sie auch als solche benutzen. Es gibt Sitzgelegenheiten neben den Urnengräbern. Und die sind sogar gepolstert.

Hier kann grundsätzlich die Totenasche jedes Menschen beigesetzt werden. Vorausgesetzt er erklärt sich mit einem Begräbnis in christlicher Form einverstanden. Weitere Informationen hierzu gibt es auf der Internetseite der Grabeskirche Liebfrauen (www.grabeskirche-liebfrauen.de).

Alle Bilder © deutschlandistschoen. Bitte sei so fair und respektiere copyright.

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