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DER GROSSE HALDENTEST - AKTUELL DIE HALDE HOHEWARD

04 Mai 2010

 

Halden. Mitten im Ruhrgebiet da liegen sie - mehr als 50 an der Zahl wovon ungefähr 30 für Besucher freigegeben sind. Aus den unansehnlichen Halden, Deponien und Kippen sind inzwischen attraktive Bergwelten geworden. Heute grünt und blüht es auf diesen Halden - die Natur hat sich aufgegebene Industrieflächen zurückgeholt. Aber nicht nur das. Kreative Menschen stellten dann noch was obendrauf. Landmarkenkunst nennt sich das.

Aktuell haben wir die Halde Hoheward besucht, die im Landschaftspark Hoheward zu finden ist. Der Landschaftspark erstreckt sich auf dem Stadtgebiet von Recklinghausen und Herten und nennt sich "größte Haldenlandschaft Europas" dieser Landschaftspark, der ganz schick eingerichtet ist. Neben der Halde Hoheward gehören z.B. auch die Halde Hoppenbruch oder die ehemalige Zeche Ewald dazu. Mit rd. 160 ha nimmt die Halde Hoheward jedoch den Großteil des Landschaftsparks ein.

Uns erwarten viele Attraktionen verspricht der Reiseführer. Einer der Zugänge erfolgt über die 165 Meter lange Drachenbrücke - eine im Auftrag des Regionalverband Ruhr im Jahr 2008 fertiggestellte Stahlbrücke die, wie der Name schon sagt, in Form dieses Fabelwesens erstellt wurde. 1,5 Mio. Euro hat diese Brücke gekostet in der allein 198 Tonnen Stahl verbaut wurden. Eine außergewöhnlich schicke Brücke.

Auf dem Gipfelplateau der Halde ist der Fernblick in alle Richtungen grandios - von hier aus hat man einen sensationellen Ruhrgebietsblick. Ausgestattet ist dieses Plateau mit einer Sonnenuhr, einem neun Meter hohen Stahl-Obelisk, der seine Schatten auf ein überdimensionales Ziffernblatt wirft. Wie man Zeit und Datum abliest wenn die Sonne scheint, dazu gibt es eine Beschreibung. Störend sind zum Zeitpunkt unseres Besuches jedoch die Hinterlassenschaften der Tauben auf dem Obelisk - obwohl kein Tier in Sicht und die Spitze des Kunstwerkes sogar mit einer Taubenabwehrmaßnahme ausgestattet, ist das Ding von oben bis unten beschmutzt.

Bereits in Sichtweite ganz oben auf Hoheward wurde im Jahr 2008 ein "riesiges Beobachtungsinstrument", das Horizont Observatorium, feierlich eingeweiht. Zwei riesengroße Bögen überspannen das höchste Plateau der Haldenlandschaft und sollen den Besuchern astronomische Phänomene erklären. Kurze Zeit nach der Einweihung, im Jahr 2009 wurden jedoch Risse in einem der beiden Bögen entdeckt so daß er abgestützt werden mußte. Das Gelände drumherum wurde mit einem undurchdringbaren Bauzaun eingezäunt. Das Plateau ist leider komplett gesperrt - wohl so lange, bis der Schuldige gefunden ist. Ein Hinweisschild bittet bis zur abschließenden Klärung der Schadensursache um Verständnis.

 
Aufgrund des einmaligen Rundumblicks lohnt sich ein Besuch der Halde Hoheward dennoch.
 
Eckdaten:
 
Höhe: ca. 110 m
 
Fläche: ca. 160 ha
 
Installationen: Horizontobservatorium, Obelisk, Ewald-Empore, Drachenbrücke
 
Anfahrt: ehem. Zeche Ewald (Herten) oder Cranger Straße (Recklinghausen)
 
 
Informationsquellen: u.a. Haldenführer Ruhrgebiet
 
Alle Bilder © deutschlandistschoen. Bitte sei so fair und respektiere copyright.

 

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