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SCHLOSS NEUSCHWANSTEIN

28 Juli 2010

Der Mythos lebt: König Ludwig II. (1845 - 1886), der auf rätselhafte Art im Starnberger See zu Tode kam, fasziniert.

Millionen von Besuchern strömen jährlich in die Schlösser des menschenscheuen Regenten, der die Kunst liebte und Regierungsgeschäfte verachtete.

Das berühmteste historische Bauwerk Deutschlands ist die mittelalterliche Gralsburg des Märchenkönigs: Schloß Neuschwanstein.

Direkt benachbart zu Schloß Hohenschwangau, wo König Ludwig II einst seine Kindertage verbrachte, flüchtete er sich später in seine Märchenwelt.

In einem Brief an Richard Wagner soll Ludwig II. geschrieben haben: "Ich habe die Absicht, die alte Burgruine Hohenschwangau bei der Pöllatschlucht neu aufbauen zu lassen, im echten Stil der alten deutschen Ritterburgen, und muss Ihnen gestehen, dass ich mich sehr freue, dereinst dort zu hausen!"

Das tat er dann auch. Zumindest ließ er bauen - vom hausen hatte er dann nicht mehr viel. Ludwig ließ das Schloß nach den Entwürfen des Theatermalers Christian Jank im neuromanischen Stil an Stelle der Ruine von Hohenschwangau erbauen. Vorbild war die Wartburg bei Eisenach in Thüringen - Schauplatz der Wagner-Oper Tannhäuser. Hörig soll er dem Wagner gewesen sein und Erlösung gesucht haben in seinem Schloss, ganz so wie einst Tannhäuser in der Oper im Venusberg.

Grundsteinlegung war am 05. September 1869. Als erstes wurde 1873 der Torbau fertiggestellt, in dem Ludwig II. jahrelang wohnte. Erst 1880 war Richtfest für den Palais, der 1884 bezogen werden konnte.

Die Erwartungen an den raschen Baufortschritt wurden nicht erfüllt. Das Projekt war zu umfangreich und die Baustelle auf dem Berg schwierig, Bühnenbildner, Architekten und Kunsthandwerker sorgten für die Umsetzung der präzisen Vorstellungen des Königs. Dessen rücksichtslose Terminvorgaben waren teilweise nur in verzweifelter Tag- und Nachtarbeit einzuhalten. Mit fortschreitender Menschenscheu und wachsendem Anspruch an die Königswürde änderte Ludwig II. das Bauprogramm. Beim Tod Ludwigs II im Jahr 1886 war die "neue Burg" noch nicht vollendet. Der begonnene Bergfried blieb liegen.

Sieben Wochen nach dem Tod König Ludwigs II wurde Neuschwanstein bereits dem Publikum geöffnet. Der menschenscheue König hat die Burg erbaut, um sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen - jetzt wurde sein Refugium zum Publikumsmagneten.

Neuschwanstein gehört heute zu den meistbesuchten Schlössern und Burgen Europas. Weit mehr als 1 Million Menschen jährlich besichtigen die Burg des Märchenkönigs.

Seit 1990 hat der Freistaat Bayern für die Sanierung und Instandhaltung des Schlosses etwa 11,2 Millionen Euro ausgegeben.

Das wohl meist fotografierte Schloß der Welt dürfte es sein, das Schloß Neuschwanstein. Millionen Touristen lichten das Märchenschloß pro Jahr ab - hauptsächlich die Südansicht von der Marienbrücke aus.

Das berühmte Postkartenfoto jedoch zeigt das Schloß von der Ostseite und läßt sich nur mit viel Anstrengung zustande bringen. Der Ort ist zwar frei zugänglich, jedoch nimmt es kaum jemand und schon gar nicht Touristen auf sich, den beschwerlichen Klettersteig zu überwinden.

Eine Herausforderung der besonderen Art. Wir haben sie angenommen und haben wunderbare Aufnahmen mitgebracht.

Weitere Bilder sind unter der Kategorie "Burgen & Schlösser" zu finden.

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