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EXTRASCHICHT 2013

26 Juli 2013

Mit Grubenmännchen Gisbert fing dieses Jahr alles so schön an. Und dann kam der Reservist aus Datteln und hat uns die ganze Show vermasselt. Aber erstmal der Reihe nach.

Licht an heißt es wieder im Ruhrgebiet, wenn zum 13. Mal die EXTRASCHICHT lädt. Und da ist Erscheinen ja bekanntlich Pflicht.

Mehr als 450 Events an über 50 Spielorten in 25 Städten mit mehr als 2.000 Künstlern. Das beinhaltet kurz gesagt die Nacht der Industriekultur.

Bei der Routenplanung haben wir uns für maximal fünf Spielorte entschieden. Mehr ist in einer Nacht nicht zu schaffen. Und das auch nur, wenn wir uns beeilen.

Deswegen haben wir dieses Jahr auch schonmal eher angefangen. Nämlich vor Beginn der eigentlichen EXTRASCHICHT, die dieses Jahr wie letztes Jahr  und wie jedes Jahr um 18 h startet.

Und zwar an einem der interessantesten Spielorte. Überhaupt an einem sehr interessanten Ort. Ein Ort wo nicht jeder so unbedingt hinkommt. Ein Abwasserkanal. Möglich macht es die Emschergenossenschaft Lippe (EGLV.de) mit einem Termin vor dem eigentlichen Termin.

Weitere Bilder hierzu gibt es in unserem vorherigen Bericht  hier  zu sehen.

Punkt 18 Uhr stehen wir in Gladbeck. Und zwar an der Maschinenhalle Zweckel. Grubenmännchen Gisbert verteilt Glückspfennige und erzählt uns, wie es die letzten 800 Jahre unter Tage so war.

Danach Blümchen fotografieren

und weil das so anstrengend war, erstmal ausruhen

Weiter geht es nach Oberhausen. Zur Zinkfabrik Altenberg. Im Prospekt steht irgendwas mit historischen Kleidern. Wir suchen Frauen in Rokoko-Kleidern, werden auf die Schnelle aber nicht fündig.

Weiter geht es nach Witten zur Zeche Nachtigall. Bloß keine Zeit verlieren. Wir üben uns im Slalom fahren um diverse Schlaglöcher und müssen unzählige Baustellen umfahren bis wir endlich mal ankommen. Wer einmal in Witten war, braucht kein Fahrsicherheitstraining vom ADAC mehr.

Irgendwas mit Flower-Power finden wir da an Zeche Nachtigall  vor. Entspannte Menschen hören entspannte Musik und plaudern. Chillen nennt man das wohl auch. Alles ganz schön aber ungeeignet für unsere Fotolinse.

(kein Foto)

Wir fahren weiter. Und zwar zum für uns dieses Jahr wichtigsten Spielort nach Waltrop. Am Alten Schiffshebewerk Henrichenburg gibt es ab 22.30 Uhr eine Fontänen-Show. Dazu ist es schön illuminiert.

Auf der anderen Kanalseite dann erstmal ein Bier zwischendurch und warten. Auf das richtige Licht und die Fontänen-Show.

Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg wurde noch zu Kaiser Wilhelm (II) Zeiten eingeweiht und zwar noch zum Ende des vorletzten Jahrhunderts. 160 Jahre später dann wurde es durch ein neues Hebewerk ersetzt. Dank des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wurde es vor dem Verfall und Abriß bewahrt und beinhaltet heute ein Museum.

Ein ausgesprochen interessantes und historisches Bauwerk also. Und dann noch schön illuminiert am Tag der EXTRASCHICHT.

Doch dann kam alles anders. Dann kam der RESERVIST aus DATTELN. Ein Partyschiff mit ordentlich Tam Tam obendrauf. Und wie sich das für so ein Rumtata Partyschiff gehört, stellt sich das erstmal mitten in die Fahrrinne vor unser Objekt. Und da bleibt es auch stehen.

In Windeseile werden die Klamotten verstaut und es geht zur Zeche Ewald nach Herten. Nur Lichtgeschwindigkeit geht schneller. Zum Glück führt unsere Route nicht durch Witten.

Überfüllung an Zeche Ewald. Die Parkplatzsuche wird zum Abenteuer. Und auf die Halde Hoheward müssen wir auch noch rauf. Wegen der schönen Aussicht auf das Feuerwerk.

Für das schöne Abendlicht sind wir leider zu spät dran.

Das spätere Feuerwerk mit Licht- und Performanceshow entschädigt dafür alles. Eine Stunde lang wird getanzt und performt. "Ewald tanzt" steht im Prospekt. Das sehen wir. Dazu Feuerwerk passend zur Musik. Am Ende gibt es noch ein Baggerballett.

Anschließend geht es wie letztes Jahr auch in die Lampenstube zur Zeche Hannover nach Bochum. Da gibt es immer das schöne Abschlußkonzert der Frösche. Dazu gibt es Bilder von Industriedenkmälern aus dem Ruhrgebiet.

Bei Betrachtung des Schiffshebewerk Henrichenburg fragen wir uns, ob der RESERVIST aus DATTELN wohl noch in der Fahrrinne vor`m Schiffshebewerk ankert.

Inzwischen ist es 2 Uhr. An Zeche Hannover gehen gleich die Lichter aus. Wir fahren wieder nach Waltrop. Nachsehen was der RESERVIST aus DATTELN macht.

Der RESERVIST aus DATTELN ist weg. Und es brennen noch die Lichter am Schiffshebewerk. Mehr Glück hat kein Mensch. Normalerweise ist das Schiffshebewerk morgens nämlich nicht beleuchtet. Aber die bauen noch ab.

Letzte Aufnahmen an dieser EXTRASCHICHT kurz vor Sonnenaufang

Eine lange aber wieder einmal wunderbare EXTRASCHICHT geht mit Sonnenaufgang zu Ende.

Die Bilder sind unter der Kategorie  Industriekultur  zu finden.

Alle Bilder © deutschlandistschoen.com. Bitte sei so fair und respektiere copyright.

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